EINWEIHUNG ALFRED GRÜNWALD SAAL

Die offizielle Einweihung des Alfred Grünwald Saals in der neuen Stadt- und Kantonsbibliothek Brig fand am 9.12.1995 statt. 

In Anwesenheit von Stadtpräsident Rolf Escher, Gemeinderätin Viola Amherd (jetzige Stadtpräsidentin), Burgermeister Alois Bieler, der Herren Felix, Marc und Thomas Grünwald, von Bibliothekar Hugo Zenhäusern und weiteren Persönlichkeiten übergab Stiftungspräsidentin und Stadträtin Vreny Wenger den mit Gemälden von Alfred Grünwald geschmückten und technisch hervorragend ausgestatteten  Saal der Öffentlichkeit. Sie ehrte bei dieser Gelegenheit den scheidenden Präsidenten der Stiftung, Felix Grünwald, und das scheidende Stiftungsratsmitglied Hans Loretan.

ZWEI EHRUNGEN: FELIX GRÜNWALD UND HANS LORETAN

Stadträtin Vreny Wenger ehrte die zwei aus dem Stiftungsrat zurücktretenden Herren Felix Grünwald und Hans Loretan mit einem Geschenk. Bildhauer Hans Loretan war seit Gründung der Stiftung Ratsmitglied. Er war mit Alfred Grünwald befreundet und kennt dessen Lebenswerk vorzüglich. Ausserdem wirkte er, ebenso wie Felix Grünwald, als geschätztes Jurymitglied. Felix Grünwald, Bruder des Malers Alfred, war Hauptinitiant der Stiftung, die 1969 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Ihr Ziel ist es, das Andenken an Alfred Grünwald lebendig zu erhalten und der Nachwelt das repräsentative Schaffen dieses Künstlers zu erschliessen. Felix Grünwald hat am Zustandekommen eines Bildbandes (Rotten Verlag, vergriffen) und eines Kataloges der verkäuflichen Grünwald Bilder wesentlichen Anteil. In seiner 26jährigen Präsidentenschaft hat sich die Stiftung gut entwickelt. Sie stellt, wie sich Stadtpräsident Rolf Escher ausdrückte, einen wichtigen kulturellen Impuls für die Stadt Brig-Glis dar.

ALFRED GRÜNWALD SAAL UND GLASGEMÄLDE

Stadtpräsident Escher schloss seine Amtstätigkeit übrigens mit dieser "Namensgebung" am Wahltag seines Nachfolgers (Peter Planche) mit einer der Kultur geltenden Geste ab. Er war Initiant der Benennung dieses Saales nach dem Maler Alfred Grünwald. (...) Wie Viola Amherd, Stadträtin  und für diesen Bau verantwortliche Ressortleiterin, den Anwesenden erläuterte, verfügt der eingeweihte Saal über 150 Plätze, einen abtrennbaren Vorraum (Foyer), verschiedene Bestuhlungsmöglichkeiten, eine kleine Bühne, indirekte, regelbare Beleuchtung, eine Mikrofon- und audiovisuelle Anlage, anliegende Konferenzzimmer usw.

Es war das Ziel des Stadtrates, hier zuhanden der kulturellen Vereine von Brig-Glis einen Vortrags- und Ausstellungssaal zu schaffen, der auch mit den Räumen der Bibliothek kombinierbar ist. Mit der Eröffnung dieses Saales, der erstmals bereits vom Vortragsverein Brig benutzt wurde, schliesst sich eine bis heute deutlich fühlbare Lücke im Saalangebot der Simplonstadt. Eine Benutzungsordnung sieht vor, dass gegen Entschädigung auch eine nicht unmittelbar kulturelle Nutzung möglich ist.

Wie Stadträtin Viola Amherd mitteilte, ist im östlichen Vorgelände des Saales die Errichtung einer dreiseitigen, prismatischen, von innen beleuchtbaren Säule mit Glas und Gemälden Alfred Grünwald geplant. An den unvergesslichen Maler Alfred Grünwald werden also nicht nur der nun benannte Saal, sondern auch der Aussenwandschmuck des Bibliotheksgebäudes selbst mit Glasgemälden aus der ehemaligen Spitalkapelle (Altes Spital) Brig und eben dieses Prisma erinnern.

QUELLE: Walliser Bote vom 11.Dezember 1995,S.6

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