| DER ALFRED GRÜNWALD PREIS |
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Am 19.Oktober wurde anlässlich der Gedenkfeier zum 25.Todestag von Alfred Grünwald zum viertenmal der mit 5'000.- Franken dotierte Alfred Grünwald Preis vergeben. Ausgezeichnet und anerkennt werden damit Oberwalliser Kunstschaffende. 1991 erhielten Elmar Chanton den Preis. Der zweite Preis in der Höhe von 3'000.- Franken ging an Andreas Henzen. Zudem erhielten Sandra von Roten und Urs Suppersaxo je eine Förderpreis von 1'000.- Franken. Die früheren Preisgewinner waren Gustav Oggier (1980), Johannes Loretan (1984) und Walter Eigenheer (1987), Maria Ceppi, Kilian Mutter erhielten Gönnerbeiträge. Bei jeder Preisausschreibung haben interessierte Kunstschaffende drei Werke zur Begutachtung einzureichen. 1995 wurden den Jury 78 Arbeiten eingereicht. Mit den Arbeiten von 10 Frauen und 11 Männern haben sich dann die Jurymitglieder eingehend auseinandergesetzt und erstmals in der Person von Syille Walpen den Alfred Grünwald Preis einer Frau zugesprochen. Zu Alfred Grünwald Zeiten waren es fünf Maler und ein Bildhauer, die im Oberwallis tätig waren, führte der Kunstmaler und das Jurymitglied Walter Willisch in seiner Rede dazu aus. Inzwischen hat sich die Zahl der Kunstschaffenden verzehnfacht. Alfred Grünwald hätte hierbei wohl nicht alle Kunstrichtungen und deren Taten bejaht. Willisch zitierte Grünwalds Meinung aus einem Leserbrief, der 1961 im Walliser Bote erschien. Grünwald schrieb unter anderem: "Ich bin ein Gegner der abstrakten Kunst. Abstrakte Kunst ist nicht mehr als Wandschmuck". Die Botschaft des Staunens habe uns Alfred Grünwald in seinen Werken hinterlassen. Drei Jahrzehnte nach seinem Tode hätten sie nichts von ihrer Ausstrahlung verloren, sagte Walter Willisch. Einen Förderpreis in gleichem Werte erhielten Eva-Maria Pfaffen und Nikolaus Loretan. Neben den Arbeiten der neuen Preisträger im Adrian von Stockalper-Saal stellten die bisherigen vier Preisträger: Gustav Oggier, Johannes Loretan, Walter Eigenheer und Elmar Chanton im gleichen Gebäude in der Galerie "Zur Matze" ihre neuesten Werke aus und erlaubten einen Blick in welche Richtung sich ihr Werk in der Zwischenzeit entwickelt hatte. Im Jahre 2000 erreichten in der Ausschreibung für die Bereiche Malerei, Grafik und Zeichnung von 10 eingereichten Preisbewerbern vier Kunstschaffende die letzte Runde. Gemeinsam mit dem Preisträgerduo Petra Fankhauser (1974, Visp/Luzern) und Pascal Seiler (1965, Steg, Gruppe "Acht-8") stellten auch Liliane Zumkemi (1971, Ried-Brig/Luzern) und Martina Gmür (1979, Münster/Basel) ihre Werke im Alfred Grünwald Saal in der Briger Kantons- und Stadtbibliothek vom 10.April - 22.April aus. |
| WALLISER BOTE: 19.6.1992 (S.13), 30.10.1995 (S.8),11.4.2000 (S.9) |